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Invensys
Powerware: 10 Tipps für angehende USV-Spezialisten
Unterbrechungsfreie
Stromversorgungen für jedes Bedürfnis
(18.08.02)
- Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USVs) gibt es heute für
alle Bedürfnisse und Lebenslagen das Angebot
reicht vom handlichen Stand-Alone-Gerät für den SOHO (Small
Office/Home Office)-Bereich bis hin zu redundanten Lösungen
oder Kombi-Systemen zur Absicherung unternehmenskritischer Großrechenanlagen.
USVs wachen über die Verfügbarkeit von DV-Anwendungen
oder computergesteuerten Telefonanlagen: Ihre Aufgabe ist es, Stromschwankungen
und kurzfristige Störungen in der Netzversorgung zum
Beispiel durch das unvermittelte Einschalten großer Verbraucher
in der Nachbarschaft abzufangen und zu stabilisieren. Bei
einer längeren Stromunterbrechung schalten die Power-Regler
automatisch auf Batteriebetrieb um. Dadurch lassen sich Hardwaredefekte,
Programmabstürze und letztlich Datenverluste vermeiden.
Gesamtausfälle
in IT-Umgebungen sind keine Ausnahme. Laut einer Metagroup-Untersuchung
fielen bei 55 Prozent der befragten Unternehmen die Systeme pro
Monat eine bis fünf Stunden aus ohne dass Hardwaredefekte
vorlagen. Immerhin 53 Prozent verzeichneten bis zu fünf Ausfälle
pro Monat. Der Ausfall einer Produktionsanlage, eines Netzwerks
oder einer ISDN-Telefonanlage kostet nicht nur Zeit, sondern vor
allem Geld. Denn der Schaden kann laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers
bis in die Millionen gehen. Wer beschlossen hat, ärgernisse
mit der Stromversorgung in Zukunft auszuschließen und deshalb
eine USV zu installieren, sollte folgende Fragen genau überdenken:
1.
Wieviel Sicherheit braucht die Anwendung und wie sensibel reagiert
sie auf Störungen in der Stromversorgung?
Nach dieser
Frage richtet sich die Auswahl der richtigen USV-Technologie, denn
je nach Einsatzfall gibt es unterschiedliche Empfehlungen: Für
die Absicherung geschäftskritischer Anwendungen sind Online-USVs
(Double Conversions) am besten geeignet. Diese Systeme versorgen
die angeschlossenen Geräte ununterbrochen mit intern erzeugter
Wechselspannung. Dazu verwenden diese Anlagen die so genannte Double-Conversion-Methode,
bei der die Netzspannung kontinuierlich in Gleichspannung umgewandelt
wird. Diese fließt dann über die Batterie durch einen
Wechselrichter, um Wechselspannung für die Systemlast zu erzeugen.
Vorteile: Das Gerät braucht bei Störungen keine Umschaltzeit
und erzeugt eine konstante, saubere Ausgangsspannung und Frequenz.
Ein Offline-Gerät hingegen versorgt die angeschlossenen Rechner
im Normalfall mit Netzspannung und springt erst bei Stromausfall
ein. Dadurch entsteht zwar eine Umschaltzeit, dafür sind aber
die Anlagen meist sehr preisgünstig und leise im Betrieb. Für
PCs und kleine Server stellt eine Line-Interactive-USV oft die Lösung
mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis dar. Bei diesem Mischverfahren
zwischen Online- und Offline-Technik wird der Inverter ständig
zum Laden der Akkus betrieben, die Last aber normalerweise vom Netz
versorgt. Der Vorteil dieser Anlagen besteht in ihrer extrem kurzen
Umschaltzeit und einer hohen Filterleistung.
2.
Welche Geräte, Rechner oder Systeme sollten abgesichert werden?
Wichtig:
Bei der Bestandsaufnahme sollten nicht nur Rechner, sondern auch
Peripheriegeräte und Netzwerkkomponenten wie Router, Hubs oder
externe Datenspeicher berücksichtigt werden. Viele USV-Hersteller
versuchen, ihre Kunden bei der Auswahl der richtigen Anlage direkt
zu unterstützen. Invensys Powerware beispielsweise stellt dafür
auf ihrer Homepage einen Product Selector zur Verfügung.
über dieses Tool können User in nur vier Schritten die
USV finden, die ihren Anforderungen genau entspricht und die ausgewählten
Anwendungen hinreichend absichert. Wem auch das noch zu lange dauert,
der kann die Schnellsuche des Product Selectors nutzen. Dort werden
nur die wichtigsten Informationen abgefragt. Binnen weniger Sekunden
erscheint das passende Gerät mit allen technischen Details
sowie ein Alternativvorschlag.
3.
Wie hoch muss die Mindestleistung der USV sein, damit das gesamte
System abgesichert ist?
Jedes abzusichernde
Gerät hat ein Typenschild, welches Volt- und Ampere-Werte ausweist.
Multipliziert man diese beiden Zahlen miteinander, ergibt sich daraus
die so genannte Scheinleistung des Geräts in Voltampere. Manchmal
findet man aber auch nur den Leistungswert in Watt (1 Watt = 1 Voltampere)
auf dem Typenschild; der beziffert die so genannte Wirkleistung
des Geräts. Um hier ebenso auf die Scheinleistung des Geräts
zu kommen, muss diese Zahl mit dem Kehrwert des Cosinus phi (etwa
1,4) multipliziert werden. Addiert man jetzt die errechneten Voltampere-Werte
aller abzusichernden Geräte, hat man die Mindestleistung der
USV bestimmt. Beim Kauf einer unterbrechungsfreien Stromversorgung
darf also deren abgegebene Leistung auf keinen Fall diesen Gesamtwert
in Voltampere unterschreiten.
4.
Wie dimensioniere ich meine USV?
IT-Umgebungen
haben durchschnittlich eine jährliche Wachstumsrate von fünf
Prozent. Für Anwender empfiehlt es sich daher, bei der Investition
in eine USV-Anlage in Fünf-Jahres-Zeiträumen zu planen.
Damit liegt die Kapazität des Systems bei der Anschaffung 25
Prozent über dem aktuellen Bedarf - das schafft Investitionssicherheit
und entspricht zudem der durchschnittlichen Batterielebenszeit.
5.
Wie lange braucht das abzusichernde System für den Shutdown,
also das kontrollierte Herunterfahren aller Anwendungen im Notfall?
Kleinere
Systeme lassen sich in der Regel in zehn bis 30 Minuten systematisch
beenden. Bei größeren Unix-Maschinen vergeht jedoch teilweise
über eine halbe Stunde, bis das Betriebssystem und alle Programme
geordnet heruntergefahren sind. Die sichere Abschaltung großer
Anlagen wie Fertigungsstraßen kann allerdings auch mehrere
Stunden dauern.
6.
Wie hoch ist die garantierte überbrückungszeit der USV,
wenn der Strom beispielsweise außerhalb der Betriebszeit ausfällt?
Die typische
überbrückungszeit der Geräte auf dem Markt reicht
hier von fünf Minuten bis zu einer halben Stunde bei Volllast.
Der Einbau zusätzlicher Batterieeinheiten verlängert die
Autonomiezeiten dementsprechend das ist besonders wichtig
für das Herunterfahren hochkomplexer Systeme.
7.
Stichwort Benutzer- und Wartungsfreundlichkeit: Welche Features
hat die mitgelieferte Shutdown-Software?
Eine komfortable
Management- und Monitoring-Software ist vor allem bei der Absicherung
von Netzwerk-Servern besonders wichtig. Dabei sollte vorher geprüft
werden, ob die Software mit den installierten Betriebssystemen kompatibel
ist. Invensys Powerware beispielsweise liefert zu ihren aktuellen
USV-Anlagen LanSafe III mit eine Shutdown- und
überwachungssoftware für alle gängigen Betriebssysteme
außer Mac.
8.
Wie hoch sind die Betriebs- und Wartungskosten für die USV?
Ein konkretes
Beispiel von Invensys Powerware: Die durchschnittlichen Betriebs-
und Wartungskosten der Powerware 9120 mit drei kVA betragen monatlich
54 Euro - diese Zahlen hat die Supportabteilung von Invensys Powerware
auf Basis von Kundenbefragungen errechnet. Bei der Wartung mehrerer
USV-Anlagen fallen die Kosten zudem geringer aus, wenn man sich
auf einen Hersteller beschränkt. Im Falle eines Hardwaredefekts
gibt es darüber hinaus die Möglichkeit eines 24-Stunden-Austauschs.
Der so genannte express change für die Powerware
9125 kostet einmalig 123 Euro.
9.
Kann das Gerät problemlos aufgerüstet werden? Ist die
Anlage SNMP-fähig, mit anderen Worten: Kann sie über einen
Rechner kontrolliert werden? über welche Statusanzeigen oder
Schnittstellen verfügt die USV?
Eine besonders
leistungsfähige Shutdown- und Management-Software ermöglicht
beispielsweise die Fernüberwachung der USV-Anlage von jedem
Punkt im Netzwerk aus. Dies geschieht über einen seriellen
Kommunikationsanschluss, eine Software nach SNMP-Standard (Simple
Network Management Protocol) oder über das Internet. Das bedeutet,
dass beispielsweise ein Netzwerkadministrator in Frankfurt die USVs
im Netzwerk weltweit steuern und überwachen kann, egal wo er
sich befindet. Bei allen USVs kann man eine RS/232-Schnittstelle
und eine Software nach SNMP-Standard inzwischen voraussetzen.
10.
Was ist bei der Integration einer USV zu beachten?
Zu Gewicht
und Größe der USV: Im Büro-Bereich werden USVs vorwiegend
zur dezentralen Absicherung eingesetzt. Hier ist der Trend zu immer
kleineren, kompakteren Anlagen unübersehbar. Beim Kauf sollte
vor allem auf das Laufgeräusch der Anlage geachtet werden,
schließlich wird das Gerät oft direkt in die Arbeitsplatzumgebung
integriert.
In größeren
Rechenzentren oder kritischen Umgebungen zum Beispiel Produktionsanlagen
ist die Verwendung von USVs im Rackmount-Format ratsam. Die
Vorteile der Unterbringung in 19-Zoll-Datenschränken liegen
auf der Hand: Die Integration der USV in vorhandene Rechnergehäuse
trägt zur übersichtlichkeit und Bedienbarkeit der Anlage
bei. Darüber hinaus bietet ein gut ausgestattetes Rack effektiven
Schutz gegen alltägliche Gefahrenquellen wie Staub, Schmutz
und Wasser auch die Geräuschentwicklung wird auf diese
Weise erheblich reduziert. Nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen
bietet sich der Einbau von USVs in 19-Zoll-Datenschränke an:
Dort sind die Komponenten vor Fehlbedienungen oder dem Zugriff Unbefugter
geschützt. Last but not least verhindert ein Einbau in den
unteren Gehäuseeinschub Wärmestaus und optimiert den Schwerpunkt
des Schranks. (Andreas Düßler/ap)
Mit freundlichem Dank an Eaton Powerware Deutschland
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